2 Mrd. € Förderung der Automobilindustrie und Zulieferer

2 Mrd. € Förderung für die Automobilindustrie und Zulieferer
Fördermittel-News - 10.3.2021

Die weitere Modernisierung der Fahrzeugindustrie wird im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets Ziffer 35c durch Fördergelder unterstützt.

Der Strukturwandel der Fahrzeugbranche ist unaufhaltsam. Produktionsprozesse werden digitalisiert und automatisiert, aber auch die Fahrzeuge selbst verändern sich. Effiziente Elektromotoren und Akkus mit hoher Energiedichte werden Stück für Stück klassische Verbrennungsmotoren verdrängen. Um mit diesen Veränderungen Schritt halten zu können, sind neue Konzepte, Verfahren, Produkte und Produktionsanlagen notwendig.

Die „Zukunftsinvestitionen“ in einen innovativen Fahrzeugbau werden im Rahmen des aktuellen Konjunkturpakets der Bundesregierung bis 2024 gefördert. Übergeordnetes Ziel ist dabei die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland und die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeug- und Zuliefererindustrie. Zeitgleich leistet die Transformation der Automobilindustrie einen wichtigen, positiven Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele.

Das Konjunkturpaket setzt sich aus drei Fördermodulen zusammen, die sich thematisch mit Digitalisierung/Industrie 4.0, neuen Fahrzeug- und Systemtechnologien und regionalen Innovationsclustern beschäftigen.

 

Modul a: Modernisierung der Produktion als Schub für Produktivität und Resilienz

Im Rahmen von Fördermodul a werden sowohl Investitionsvorhaben als auch innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie gefördert.

Investitionen in die Erweiterung und Optimierung von Produktionsanlagen und -prozessen sowie begleitende Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen werden je nach Höhe der Ausgaben zu 20 - 50 % bezuschusst. Die maximale Fördersumme beträgt 800.000 € je Unternehmen.

Schwerpunktthemen der Richtlinie zur Förderung von prozessorientierten Einzel- und Verbundprojekten sind unter anderem

  • additive Fertigung (3D-Druck)
  • smarte Produkte
  • Fernmonitoring und Steuerung
  • Service-Roboter
  • Autonome Fahrzeuge

Die Förderung kann von Unternehmen mit Sitz in Deutschland (auch Start-ups) und Forschungseinrichtungen in Anspruch genommen werden. Verbundprojekte müssen aus mindestens zwei Partnern bestehen, die KMU-Beteiligungsquote beträgt 30 %. In Einzelfällen können für KMU Förderquoten bis zu 80 % gewährt werden.

Die Beantragung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren, bei dem zunächst eine Projektskizze vorzulegen ist.

 

Modul b: Neue, innovative Produkte als Schlüssel für die Zukunft

Im Rahmen von Fördermodul b werden anwendungsnahe Verbundvorhaben mit mindestens zwei Partnern (KMU-Anteil der Fördermittel mind. 30 %) in den drei Säulen

  • automatisiertes Fahren
  • innovative Fahrzeuge und
  • Systemtechnologien

gefördert.

Im Fokus stehen neuartige Antriebstechnologien, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Ökoinnovationen sowie Digitalisierungslösungen. Dies gilt nicht nur für den Straßen-, sondern auch für den Schienenverkehr.

Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss mit Förderquoten bis zu 80 %. Die Beantragung erfolgt auch in diesem Fördermodul in einem zweistufigen Verfahren, bei dem zunächst eine Projektskizze vorzulegen ist. Die Projektskizzen werden quartalsweise geprüft.

 

Modul c: Gemeinsame Lösungen finden, Innovationscluster aufbauen

Im Rahmen von Fördermodul c werden der Aufbau, das Management und die Erweiterung regionaler Innovationscluster zum organisierten Wissens- und Erfahrungsaustausch gefördert. Im Fokus stehen die Themenbereiche

  • Erarbeitung von regionalen Transformationsstrategien zur regionalen Neuausrichtung der durch den Mobilitätssektor geprägten Wirtschaftsstruktur
  • Aufbau einer regional gemeinsam genutzten Forschungsinfrastruktur
  • Aufbau und Nutzung von Versuchs- und Demonstrationsanlagen
  • Qualifizierungsmaßnahmen von Beschäftigten
  • Innovationsbegleitende Aktivitäten, zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit oder Patentrecherchen

Förderanträge können ausschließlich vom Organisator des Clusters gestellt werden. Gefördert werden maximal 50 % der Betriebskosten und maximal 50 % der Investitionskosten für den Aufbau und Betrieb des Innovationsclusters. Pro Cluster sind Fördergelder bis zu 7,5 Mio. € möglich.

 

Achtung: Die zusammengefassten Informationen beziehen sich auf derzeit vorliegenden Entwürfe der Förderrichtlinien, die zum heutigen Zeitpunkt noch nicht in Kraft getreten sind.

Über Änderungen werden Sie zeitnah informiert.

 

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