Fanta, Sierra Leone (*2008)

Fanta gehört mit ihrer Familie zur Volksgruppe der Mende. Sie lebt mit zwei Schwestern und drei Brüdern im Projekt „Ngoylia“ im Süden von Sierra Leone. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Angebaut werden Reis, Hirse und Maniok und für den Export Kaffee, Palmkerne und Kakao.

Die Folgen des langjährigen Bürgerkrieges sind noch überall zu spüren. Fast 60 % der Menschen sind Analphabeten und viele frühere Kindersoldaten haben nie eine Schule besucht. Trotz Schulpflicht und Kostenfreiheit gehen viele Kinder nicht zur Schule, da die Lehrmaterialien zu teuer oder die Schulwege zu weit sind. Vor allem Mädchen müssen oft zu Hause bleiben. Auch das Gesundheitssystem hat unter dem Krieg gelitten. Es fehlt an Krankenhäusern, Personal und medizinischer Versorgung. Die Kindersterblichkeit ist weltweit eine der höchsten.

Ein Schwerpunkt der Projektarbeit von World Vision ist die Gesundheit von Kleinkindern, Schwangeren und stillenden Müttern. Durch gesundheitliche Aufklärung, Impfkampagnen sowie der Verteilung von Moskitonetzen gegen Malaria wird versucht, die Mutter- und Kindersterblichkeit einzudämmen. Es wurden sieben Gesundheitsstationen saniert und ausgestattet. Die Ebola-Epidemie im Jahr 2015 hat die Situation nur verschärft.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Schulung von Lehrkräften und der Aufbau des Bildungssystems. Durch die Arbeit von World Vision ist die Anzahl der Kinder, die erfolgreich ihren Grundschulabschluss gemacht haben, in nur einem Jahr von 110 auf 421 gestiegen. Die ist ein großer Fortschritt, insbesondere, da nach der Ebola-Epidemie die Angst vor Ansteckung groß war. Nachdem die Schulen wieder geöffnet waren, wollten viele Eltern ihre Kinder lieber zuhause lassen.

Fanta besucht die Grundschule und hat gerade lesen und schreiben gelernt. Sie malt Bilder und tanzt gerne.

 

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