DiabKON

Diagnostischer Test für die rationale Antibiotika-Therapie-Kontrolle

Forschungslabor mit moderner Messtechnik – repräsentiert die analytische Kompetenz und Innovationskraft des Projekts DiabKON.

Vernetzte Forschung für eine präzisere Sepsis-Therapie

Mit Unterstützung durch PFIF und das Gesundheitsnetzwerk BioLAGO erhalten die Projektpartner des Verbundprojektes „DiabKON“ Fördermittel in Höhe von 1,8 Mio. Euro. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer neuartigen Diagnostik zum kontrollierten, zielgerichteten Einsatz von Antibiotika in der Intensivmedizin.

Das Auftreten einer schweren Sepsis (Blutvergiftung) führt bei den betroffenen Patienten zu einem lebensbedrohlichen Zustand. Besonders auf Intensivstationen ist sie ein häufiges Krankheitsbild mit hoher Mortalität – in der EU erleiden jährlich rund 500.000 Patienten eine schwere bakterielle Infektion, in Deutschland über 150.000.

Branche:

Medizintechnik

Unternehmensgröße:

Unternehmensgröße

Schwerpunkt:

Entwicklung innovativer Diagnostiklösungen zur Antibiotika-Therapie-Kontrolle und Verbesserung der Intensivmedizin

Herausforderung

Sepsis-Therapie erfordert präzise Dosierung von Antibiotika

Antibiotika sind die wichtigsten Arzneimittel bei der Behandlung bakterieller Infektionen. Studien zeigen jedoch, dass die eingesetzte Wirkstoffkonzentration häufig zu gering ist. Dies mindert den Therapieerfolg und fördert die Entwicklung von Resistenzen.

An diesem medizinischen Bedarf setzt das von PFIF und BioLAGO initiierte Verbundprojekt „Diagnostischer Test für die rationale Antibiotika-Therapie-Kontrolle (DiabKON)” an. Gemeinsam arbeiten Partner aus Medizin, Industrie und Forschung an einer Lösung, die den gezielten Einsatz von Antibiotika verbessert und Leben retten kann.

Medikamentendose mit Kapseln – symbolisiert den pharmazeutischen Fokus und den patientenorientierten Ansatz des Projekts Diabkon.

Lösung

Entwicklung einer neuen Diagnostik für die Intensivmedizin

Im Rahmen von DiabKON wird eine neuartige Diagnostikplattform entwickelt, die eine quantitative Bestimmung von Antibiotika im Blut ermöglicht. Mithilfe schnell durchführbarer und vollautomatisierbarer Tests sollen mindestens fünf in der Intensivmedizin häufig eingesetzte Antibiotika zuverlässig nachgewiesen werden können.

Die Verbundpartner bringen dazu ihre spezifische Expertise ein – von der Labormedizin über die Immunoassay-Entwicklung bis zur biotechnologischen Forschung. Durch die enge Kooperation entsteht eine praxisnahe, medizinisch hochrelevante Lösung zur Optimierung der Antibiotikatherapie.

Gesamtvolumen

2,7 Mio. €

Fördersumme

1,8 Mio. €

Förderprogramm

KMU-innovativ: Medizintechnik (BMBF)

Die Zusammenarbeit

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Das Verbundprojekt DiabKON bringt führende Einrichtungen aus Medizin, Forschung und Industrie zusammen. Labor Dr. Brunner versorgt Kliniken mit modernostik und nutzt seine Nähe zum Klinikum Konstanz für praxisnahe Entwicklungen.

Die DRG Instruments GmbH ist ein weltweit führender Hersteller von Immunoassays. ATG biosynthetics GmbH, CANDOR Bioscience GmbH, das Institut für Laboratoriumsmedizin der LMU München sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ergänzen das Konsortium mit ihrer wissenschaftlichen und technologischen Expertise.

PFIF bietet Unternehmen eine ganzheitliche Beratung zu passenden Fördermitteln.

Das Ergebnis

Wegweisendes Projekt für die Intensivmedizin

Das Projekt DiabKON leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Antibiotikatherapie in der Intensivmedizin. Durch die Entwicklung präziser, schneller Diagnostikverfahren soll die Wirksamkeit von Behandlungen gesteigert und die Entstehung von Resistenzen reduziert werden.
Mit einem Gesamtvolumen von 2,7 Mio. Euro und einem Förderanteil von 1,8 Mio. Euro stellt DiabKON ein herausragendes Beispiel für erfolgreiche, interdisziplinäre Forschungsförderung dar.

Mit PFIF zum Fördererfolg

Von der Projektidee bis zur erfolgreichen Förderung

PFIF begleitete das Projekt gemeinsam mit BioLAGO von der ersten Idee über die Konzeptionierung der Wertschöpfungskette bis zur Bildung des Forschungskonsortiums und der Erstellung der im ersten Anlauf positiv begutachteten Projektskizze.

Darüber hinaus unterstützte PFIF die Industriepartner bei der Ausarbeitung der Antragsunterlagen sowie bei Mittelabrufen und Berichten zum Entwicklungsfortschritt.
Durch die Einbindung von PFIF konnten sich die Projektpartner vollständig auf ihre Entwicklungsarbeiten konzentrieren und das gesellschaftlich hochrelevante Vorhaben zielgerichtet vorantreiben.

Wir sind stolz auf das Vertrauen der Partner und die Mitwirkung an einem Projekt, das einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung und Patientensicherheit leistet.