In einem von PFIF betreuten ZIM-Projekt hat die ISG Industrielle Steuerungstechnik GmbH eine neuartige Testautomatisierung für Steuerungssoftware entwickelt: den ISG-dirigent.
Das Unternehmen setzt damit neue Maßstäbe in der automatisierten Prüfung von Steuerungssoftware und stärkt seine führende Position im Bereich der virtuellen Inbetriebnahme.
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Die ISG Industrielle Steuerungstechnik GmbH ist mit ihrer Hardware-in-the-Loop-Simulation ISG-virtuos Technologieführer in der Echtzeit-Simulation von digitalen Zwillingen.
Dabei werden virtuelle Abbildungen von Maschinen, Anlagen und Robotern erstellt, die sich in Schnittstellen, Parametern und Betriebsarten wie reale Komponenten verhalten.
Diese digitalen Zwillinge ermöglichen die virtuelle Inbetriebnahme von Maschinen bereits vor der realen Fertigstellung.
Um eine hohe Zuverlässigkeit und Robustheit der Steuerungssoftware zu gewährleisten, muss deren Verhalten in regulären und zahlreichen irregulären Betriebsfällen getestet werden.
Durch die zunehmende Digitalisierung in Produktion und Fertigung steigen Umfang und Komplexität der Steuerungssoftware – der bisher manuelle Testaufwand war wirtschaftlich nicht mehr tragbar.
Die wachsenden Herausforderungen bei der virtuellen Inbetriebnahme waren Anlass für ein gemeinsames Forschungsvorhaben der ISG und des Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart.
Ziel war die Entwicklung einer softwarebasierten, herstellerunabhängigen Lösung zur automatisierten Testung von Steuerungssoftware an digitalen Zwillingen.
Aufbauend auf der Simulationslösung ISG-virtuos und dem Testautomatisierungs-Framework expecco der Firma eXept entstand ISG-dirigent.
Mit dieser Software können Testabläufe modelliert und anschließend automatisch an Hardware-in-the-Loop (HIL)- oder Software-in-the-Loop (SIL)-Systemen durchgeführt werden.
Das Ergebnis ist ein zertifizierungsfähiges Testprotokoll. Einmal erstellte Testabläufe können mannlos und beliebig oft wiederholt werden.
Die im Projekt entwickelte Softwarelösung ISG-dirigent hat sich seit ihrer Markteinführung Anfang 2018 als drittes Standbein der ISG etabliert – neben der Hardware-in-the-Loop-Simulation ISG-virtuos und der Steuerungslösung ISG-kernel.
Das Unternehmen verzeichnet ein jährlich zweistelliges Wachstum, das auf die gemeinsam mit PFIF durchgeführten Entwicklungsprojekte und die daraus resultierenden innovativen Alleinstellungsmerkmale zurückzuführen ist.
Die Zusammenarbeit zwischen ISG und PFIF besteht seit 2010. In dieser Zeit wurden insgesamt elf Forschungsprojekte erfolgreich bewilligt und umgesetzt.
Mit einem Fördervolumen von insgesamt 1,8 Mio. € konnten zahlreiche innovative Entwicklungen im Bereich der Automatisierungstechnik realisiert werden.
Das Beispiel ISG-dirigent verdeutlicht, wie zielgerichtete Förderprojekte zur technologischen Weiterentwicklung und nachhaltigen Unternehmensstärkung beitragen.
PFIF begleitete das Projekt ISG-dirigent von der Konzeptphase bis zur erfolgreichen Umsetzung.
Die enge Zusammenarbeit zwischen ISG, dem Institut für Steuerungstechnik (ISW) und PFIF sorgte für eine strukturierte Antragstellung, effiziente Projektabwicklung und eine zielgerichtete Ergebnisverwertung.
Durch die Unterstützung von PFIF konnte sich ISG auf die Entwicklung innovativer Softwarelösungen konzentrieren und den Projekterfolg nachhaltig sichern.