Primitiva, Tansania (*1999)

Primitiva lebt mit ihren Eltern und drei Geschwistern im Projekt „Izigo“ im Nordwesten Tansanias. Der Großteil der 60.000 Einwohner lebt von der Landwirtschaft und Viehhaltung, die Erträge sind jedoch zu gering, um die Menschen ausreichend zu ernähren. Auch die Trinkwasserversorgung ist problematisch. Das Wasser aus dem nahegelegenen Viktoriasee ist mit Düngemitteln und Pestiziden belastet und nicht mehr trinkbar. Viele Menschen teilen sich eine Wasserstelle mit ihren Tieren, was zu Parasiten und Durchfallerkrankungen führt. Dies kann insbesondere bei kleinen Kindern tödlich enden. Die mangelhafte Gesundheitsversorgung stellt ein weiteres Problem dar. Lediglich vier Gemeinden im Projektgebiet verfügen über eine eigene Gesundheitsstation, die restlichen sieben Gemeinden werden nur einmal monatlich durch mobile Kliniken versorgt.

Mit diesem regionalen Entwicklungsprojekt hat World Vision Großes in den Problembereichen Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung, Ernährung, Bildung und Verbesserung der Einkommen der Bevölkerung geleistet. Es wurden beispielsweise neue Trinkwasserbrunnen angelegt, freiwillige Gesundheitshelfer beschäftigt und Moskitonetze ausgegeben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die HIV- und AIDS-Bekämpfung. Die Region Kagera hat eine der landesweit höchsten HIV-Infektionsraten.

Primitiva geht gerne zur Schule. Besonderen Spaß macht ihr das Fach Mathematik. Primitiva erhielt eine neue Schuluniform und die Familie wurde durch den Kauf von Hühnern unterstützt.

Im Jahr 2016 hat Primitiva das Projektgebiet verlassen. Es ist nicht unüblich, dass Jugendliche die Projekte verlassen und in größere Städte ziehen, sobald sie lesen und schreiben können. Durch die schulische Grundbildung hat sie einen guten Grundstock für ihr weiteres Leben gelegt.

Wir wünschen Primitiva eine gute Zukunft.

 

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