Ökologischer Dämmstoff

Ökologischer Dämmstoff

seal-tec GmbH

Die Firma seal-tec GmbH entwickelte einen neuartigen, rein mineralischen Dämmstoff auf Basis einer 2-komponentigen Rezeptur, die nach dem Vermischen ohne Zugabe von Energie aufschäumt und aushärtet. So entstehen Dämmplatten, die ohne spezielle Vorbehandlung die Brandschutzklasse A1 erreichen, dampfdiffusionsoffen, beständig gegenüber Witterung, Chemikalien, Säuren sowie mechanischer Belastung sind und gleichzeitig einen vergleichbaren Wärmedurchgangskoeffizienten wie Styropor besitzen.

PFIF unterstützte die Entwicklung durch Projektmanagement und Einbindung einer Förderung von 135.500 € für die Firma sowie 175.000 € für einen wissenschaftlichen Kooperationspartner im ZIM-Programm.

Der bauliche Wärmeschutz wird durch das gestiegene Umweltbewusstsein der Bevölkerung sowie durch gesetzliche Regelungen (z. B. EnEV) immer wichtiger. Dabei kann der Bauherr auf eine Vielzahl von Dämmstoffen zurückgreifen, die allerdings durchweg Nachteile hinsichtlich Brandschutz, Primärenergiebedarf oder Dampfdiffusionswiderstand aufweisen.

Das Ziel der Firma seal-tec war es daher, einen neuartigen Dämmstoff zu entwickeln, der keine der oben genannten Nachteile aufweist. Die Grundidee bestand in der Nutzung rein mineralischer Inhaltsstoffe für eine neuartige 2-Komponenten-Rezeptur. Nach der Vermischung der beiden Komponenten schäumt der Dämmstoff ohne Zufuhr von Energie auf und härtet innerhalb weniger Minuten aus.

Im Projekt entwickelte seal-tec zunächst Basisrezepturen für die funktionsbestimmende und die reaktive Komponente. Anschließend wurden Herstellungsversuche durchgeführt und untersucht, wie sich die Fertigungsparameter (Schäumzeit, Reaktionszeit, Aushärtezeit etc.) und die Eigenschaften der Dämmplatten (Porengröße, Wärmeleitfähigkeit, Dampfdiffusionswiderstand, Festigkeit etc.) beeinflussen lassen.

Mit Abschluss des Projektes konnten Dämmplatten mit variabel einstellbaren Dichten zwischen 60 – 200 kg/m3 und einem Wärmedurchgangskoeffizienten von bis zu 0,03 W/mK hergestellt werden. Die Brandschutzklasse A1 wird dabei bei jeder Variation erreicht.

Der neuartige Dämm- bzw. Baustoff wurde mittlerweile von einigen international operierenden Konzernen als sehr vielversprechend wahrgenommen, sodass seal-tec sich die Rezeptur durch ein Patent hat schützen lassen und eine Lizenzierung plant.

PFIF begleitete das Projekt über die komplette Laufzeit und entlastete seal-tec bei der Projektkoordination und -durchführung, insbesondere durch Einbindung von Kooperationspartnern und einer optimalen Finanzierung mittels Zuschüssen. Für die Patentanmeldung des neuartigen Dämmstoffes wurde von PFIF zusätzlich eine DL-Förderung eingebunden.

 

seal tec

 

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