PFIF in SCOPE online zur steuerlichen Zulage

Unternehmen können von der steuerlichen Zulage profitieren
Presse - 19.2.2020

Personalkosten, die in der Forschung und Entwicklung (FuE) in Unternehmen anfallen, können seit Anfang 2020 die Steuerlast reduzieren.

Die neue steuerliche Förderung eröffnet auch mittelständischen Unternehmen lukrative Fördermöglichkeiten, die in den konventionellen Förderprogrammen von EU, Bund und Ländern per Definition nicht mehr als "kleines und mittleres Unternehmen (KMU)" gelten, d.h. vor allem Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Aber auch bei weniger Mitarbeitern kann die neue Forschungszulage ein interessanter neuer Förderansatz für FuE-Kosten sein.

Die steuerliche Zulage muss zwar ebenfalls beantragt werden, der bürokratische Aufwand und auch der Innovationsanspruch werden allerdings voraussichtlich geringer sein als bei der klassischen Projektförderung.

Im Gegensatz zu einer Förderung in einem konventionellen Förderprogramm, wie beispielsweise dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), können Sie Ihre innovativen Projekte sofort starten. So werden die immer schneller werdenden Entwicklungszyklen in der Industrie nicht durch lange Bearbeitungsdauern beeinträchtigt und Sie können flexibel auf Marktanforderungen reagieren.

Stefan Lefarth, Produktionsmanager der HJS Emission Technology gibt an, dass eine hohe Entwicklungsgeschwindigkeit entscheidend für den Firmenerfolg ist: „Wir erzielen den wesentlichen Anteil unseres Umsatzes mit innovativen Produkten, die wir teilweise von der Anfrage bis zur Erstauslieferung innerhalb von acht Wochen umsetzen.“

Ein Nachteil der steuerlichen Zulage ist, dass die Fördersummen je nach Projektumfang geringer ausfallen können als bei den konventionellen Förderprogrammen, da keine Material-, Reise- und Gerätekosten angesetzt werden können. Es werden nur FuE-Personalkosten sowie 60 % von Auftragsentwicklungen gefördert. Die Förderquote liegt bei 25 %.

Dennoch erwarten viele Industrieunternehmen eine spürbare finanzielle Entlastung und mehr Raum für innovative Projekte. Die neue Forschungszulage kann somit dazu führen, die Innovationskraft zu stärken und weiteres Wachstum über Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen zu ermöglichen.

Die steuerliche Zulage wird in nahezu allen EU-Ländern schon seit Jahren erfolgreich umgesetzt. Um den dadurch entstandenen Wettbewerbsnachteil für deutsche Unternehmen wieder aufzuholen, stellt die Bundesregierung für die nächsten 4 Jahre 5 Mrd. € Fördergelder zur Verfügung.

Die Zulage ist auf 1 Mio. € pro Firma und Jahr begrenzt - das gilt auch als Gesamtsumme für eine Unternehmensgruppe. Somit will der Bund eine zu große Beanspruchung der Fördermittel durch Konzerne verhindern und den Mittelstand bevorzugen.

Wir empfehlen Ihnen, ab Jahresbeginn sämtliche Stunden der Projektmitarbeiter und der Führungskräfte für laufende FuE-Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren. Gerne unterstützen wir Sie bei der optimalen Vorbereitung und korrekten Erfassung.

Unser Fazit: Die genaue Prüfung und Auswahl der zu Ihrem Unternehmen und Projekt passenden Förderungsmöglichkeit ist die grundlegende Voraussetzung zur bestmöglichen finanziellen Unterstützung. Nutzen Sie diese, um Ihr Unternehmen zu stärken.

 

 

Gerne prüfen wir im Rahmen einer kostenfreien Erstanalyse Ihre Projektideen und unterstützen Sie bei der Auswahl der für Sie optimalen Fördermöglichkeit.

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