PFIF im Springer-Portal „Finance+Controlling": Tipps zur Forschungszulage

PFIF im Springer-Portal Finance+Controlling: Tipps zur Forschungszulage
Presse - 11.12.2020

Trotz des im Vergleich zu Zuschüssen unbürokratischeren Verfahrens gibt es einige Punkte bei der Beantragung der neuen Forschungszulage zu beachten.

Seit Mitte September ist die Beantragung der Forschungszulage nun endlich möglich. In Forschung und Entwicklung angefallene Personalkosten inklusive der Arbeitgeberkosten zur Zukunftssicherung sowie externe Forschungsaufträge werden gefördert - bis zu 1 Mio. € Zulage pro Unternehmen und Jahr.

Im Gegensatz zur klassischen FuE-Zuschussförderung werden Unternehmen ohne Größenbegrenzung gefördert. Mit Projektstart muss nicht bis Bewilligung gewartet werden, die Forschungszulage kann rückwirkend für nach dem 01.01.2020 gestartete Projekte beantragt werden.
Die Antragstellung erfolgt dabei online bei der zuständigen Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ). Die Abrechnung der Zulage erfolgt dann nach Erhalt der Bescheinigungen im Folgejahr beim Finanzamt.

Pro Jahr plant die Bundesregierung aktuell lediglich rund 1,5 Mrd. € ein - aufgrund des aktuell sehr großen Interesses der Unternehmen voraussichtlich viel zu wenig. Herr Zahm äußert in einem Beitrag im Springer-Portal "Finance+Controlling" seine Bedenken und gibt Unternehmen Tipps zur Beantragung und Nutzung der Zulage.

 

Folgende Tipps sollten bei der erfolgreichen Beantragung der Forschungszulage beachtet werden:

  1. Mit der sehr kurzen Projektbeschreibung (4.000 Zeichen) muss das FuE-Projekt prägnant beschrieben werden. Die Innovation und die technischen Risiken der Entwicklung sind eindeutig darzustellen.
    Die Förderung ist neu in Deutschland, die Bewertungskriterien der Bescheinigungsstelle Forschungszulage sind noch nicht bekannt, da noch keine Anträge bewilligt wurden. Dies erschwert die richtige Projektpräsentation zusätzlich.
    Pro Firma können mehrere Anträge gestellt werden. Wir empfehlen, zunächst wichtige große Vorhaben zu beantragen und sich somit den Rechtsanspruch auf die Forschungszulage zu sichern. Weitere Anträge können folgen.

  2. Das im Wirtschaftsjahr zu beantragende Forschungs- und Entwicklungsvorhaben muss nicht zwangsläufig im Beantragungsjahr abgeschlossen werden, auch mehrjährige Projekte sind möglich.
    Eine entsprechende strategische Planung der FuE bietet Finanzierungssicherheit für die Zukunft und bildet den Grundstein für eine langfristige, erfolgreiche Unternehmensstrategie.

  3. Die abzurechnenden Personalkosten müssen nachvollziehbar und genau dokumentiert werden. Die Stunden sind von anderen Tätigkeiten abzugrenzen.
    Viele Regularien hierfür sind aktuell noch nicht eindeutig definiert. Unserer Erfahrung nach entspricht die interne Zeiterfassung der Unternehmen jedoch nicht immer den Vorgaben hinsichtlich Genauigkeit und Abgrenzung. Auch Geschäftsführer, deren Arbeitsstunden im Rahmen der Forschungszulage förderfähig sind, erfassen ihre Arbeitszeiten meist nicht. 
    Im schlimmsten Fall können ungenügend geführte Zeiterfassungen bei einer späteren Projektprüfung zu Rückzahlungen führen. Dies geschah in der Vergangenheit beispielsweise in Österreich, wo die steuerliche Förderung schon seit einiger Zeit fester Bestandteil der Förderlandschaft ist.

 

 

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