Effektiver Einsatz von Fördermitteln für FuE am Beispiel Otto Graf GmbH

PFIF in K-Aktuell zum effektiven Einsatz von Fördermitteln für FuE
PFIF-Blog - 9.3.2021

Durch Unterstützung von PFIF bei der Auswahl und Beantragung der optimalen Förderprogramme für ihre Entwicklungsprojekte konnte die Firma Graf in Teningen für ein Projekt 8 Mio. € Förderung erhalten.

Die Otto Graf GmbH in Teningen ist mit innovativen Lösungen für das Wassermanagement in vielen Segmenten Marktführer und vertreibt ihre Produkte weltweit. Um diese Marktführerschaft halten und weiter ausbauen zu können, sind neben einer gleichbleibend hohen Qualität konstant Neuentwicklungen notwendig. Die Innovationskraft des Unternehmens spiegelt sich in über 200 angemeldeten Schutzrechten sowie zahlreichen Auszeichnungen im Management von Regenwasser wider.

So wurde in der Vergangenheit unter anderem das weltweit größte Spritzprägewerkzeug zur Herstellung von Regenwassertanks der Produktserie CARAT entwickelt. Die Tanks bestehen aus zwei Halbschalen, die mittels einer Dichtung erst an der Baustelle zusammengesetzt werden. Diese Halbschalen lassen sich ineinander stapeln und so weitaus effektiver als handelsübliche, bereits zusammengebaute Tanks transportieren. Diese Logistikinnovation trug entscheidend zur Internationalisierung des Unternehmens bei, da die Regenwassertanks durch die verbesserten Transportmöglichkeiten auch in entfernten Absatzmärkten noch zu marktfähigen Preisen angeboten werden können. Zeitgleich wird die Umwelt durch niedrigen Transportaufwand entlastet.

Der Umweltaspekt spielt bei der kompletten Produktion der Graf-Produkte eine große Rolle. Die Regenwassertanks bestehen in der Regel aus Kunststoff – ein Rohstoff, mit dem das Unternehmen sorgsam umgeht. Vor zehn Jahren noch wurde mehr als 50 % Neuware verarbeitet, heute sind es lediglich 30 %. Um den Anteil an recyceltem Rohstoff noch weiter steigern zu können, wurde in den vergangenen Jahren ein eigenes Kunststoff-Recyclingwerk in Herbolzheim erbaut. Durch den Ersatz von Primärkunststoffen durch qualitativ hochwertiges Kunststoff-Rezyklat können jährlich über 100.000 t CO2-Emissionen vermieden werden. Das entspricht den Emissionen von mehr als 60.000 Pkw.

Innovative Produkt- und Verfahrensentwicklungen wie diese sind durch den Einsatz von Manpower, Material und Maschinenzeit stets mit einem hohen technischen und wirtschaftlichen Risiko verbunden. Von Land, Bund oder EU werden eine Vielzahl an Förderprogrammen angeboten, um diese Risiken zu reduzieren. Das zum Unternehmen und zur jeweiligen Projektidee optimal passende Förderprogramm muss sorgfältig ausgewählt werden. Nur so leistet die Förderung Unterstützung und behindert nicht geplante Entwicklungen.

Wir sind Kunststoff-Spezialisten und wollen uns nicht intensiv mit dieser bürokratischen und komplexen Materie beschäftigen, sondern uns auf die Entwicklung innovativer Produkte für unsere Kunden konzentrieren“, sagt Graf: „Wir benötigen einen Förderversteher auf Augenhöhe“.

Seit mehr als 15 Jahren schon arbeitet die Otto Graf GmbH mit den Förderspezialisten von PFIF zusammen. In regelmäßigen Gesprächen tauschen sich Jörg Drägert, der Leiter des Rohstoffmanagements, die Geschäftsleitung Otto P. Graf und ihr technischer Förderberater Hendrik Elsenheimer zu laufenden und anstehenden FuE-Vorhaben aus. Dieses langjährige Vertrauensverhältnis zeigt Wirkung: Für den Neubau des Kunststoff-Recyclingwerks konnten mit Unterstützung durch PFIF mehr als 8 Mio. € an Fördergeldern über das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums gewonnen werden.

 

 

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