Smarte Algorithmen und Expertensysteme

Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen
Fördermittel-News - 12.11.2019

Gefördert werden FuE-Projekte zur Digitalisierung im Gesundheitswesen, die Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) zur Nutzung und Auswertung großer Datenmengen nutzen.

Ziele können verbesserte wissensbasierte Expertensysteme, die Erkennung und Analyse von Mustern, Robotik, Datenkompetenz oder auch eine intelligente Mensch-Maschine-Interaktion sein. Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet vielfältige Möglichkeiten, die anerkannt hohe Qualität und die Wirtschaftlichkeit der deutschen Gesundheitsversorgung zu stärken und weiterzuentwickeln. Besondere Chancen werden hier Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) in Kombination mit der Nutzung und Auswertung großer Datenmengen zugewiesen. Erhebliches Potenzial ergibt sich hieraus insbesondere für Weiterentwicklungen in den Bereichen der Entscheidungsunterstützung durch wissensbasierte Expertensysteme, der Erkennung und Analyse von Mustern, der Robotik, der Datenkompetenz und einer intelligenten Mensch-Maschine-Interaktion.

Was wird gefördert?

In den Vorhaben können, ausgehend vom aktuellen Stand der Forschung, beispielsweise die folgenden Themen verknüpft und bearbeitet werden:

  • Konzepte und Proofs of Concepts für unterstützende Systeme zur Entscheidungsfindung, die auf Basis maschineller Auswertungen von Befunddaten unterschiedlicher Quellen nachvollziehbare Empfehlungen für mögliche Behandlungsoptionen ableiten und das medizinische Personal und den/die Patienten/in bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung unterstützen (decision support und shared decision making).
  • Anwendungsbezogener Einsatz von Algorithmen zur Auswertung medizinischer Daten, die das Zusammenführen verschiedener Datenwelten – z. B. patientenseitige Messdaten von Smart Devices und Daten von Versorgungseinrichtungen – ausloten.
  • Anwendungen, die Prozesse in der ambulanten und stationären Versorgung verbessern, bzw. die sektorenübergreifende Patientensteuerung erleichtern.
  • Nutzung administrativer smarter Algorithmen und Expertensysteme zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Erhöhung der Patientensicherheit und/oder Entlastung des medizinischen, pflegerischen oder administrativen Personals. Z. B. Anwendungen im Bereich der eTriage an Leitstellen und in Rettungsfahrzeugen, der Nutzung von Expertensystemen zur patientenzentrierten Betten- und Zimmerallokation unter Berücksichtigung der Krankengeschichte und möglicher infektiologischer Exposition.
  • Anwendungen, die die automatisierte und interoperable Weiterverwertung klinischer und sonstiger patientenbezogener Daten ermöglichen. Hierbei ist insbesondere die Verarbeitung von dokumenten- bzw. textbasierten Informationen und deren Überführung in niedrigschwellig nutzbare Versorgungsangebote von Interesse.
  • Konzepte und Proofs of Concepts für den Einsatz von Verfahren wie beispielsweise „Layerwise Relevance Propagation“, die auf die Erklärbarkeit und Transparenz von KI-Ergebnissen in spezifischen medizinischen Kontexten abzielen. In Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten sollte hierbei ausgelotet werden, inwieweit die Entscheidungsprozesse des KI-Algorithmus nachvollziehbar sind und wie praktikabel die Anwendung dieser Verfahren in der Versorgungspraxis ausfällt. Hierzu zählen auch Analysen, welche (voraussichtlichen) Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit von KI-Anwendungen (zukünftig) sowohl während der Zulassung als auch in der praktischen Anwendung gestellt und wie passende Systeme anhand bestehender Lösungsansätze prototypisch umgesetzt werden könnten.
  • Algorithmen für maschinengestützte Annotationen medizinischer Datensätze, die den manuellen Aufwand der Datenaufbereitung verringern und medizinische Datensätze mit deutlichem Potenzial für eine verbesserte Versorgung für einen bestimmten Anwendungsfall nutzbar machen.

Die Auflistung ist nicht abschließend.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden folgende Institutionen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Personal-, Material-, Investitions- und Reisekosten sowie Kosten für Unteraufträge, die für Unternehmen mit bis zu 50 % gefördert werden.

Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden mit bis zu 100 % gefördert. Bei nicht wirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

Zum Ablauf - Zweistufiges Bewerbungsverfahren

Es handelt sich um ein zweistufiges Bewerbungsverfahren, bei dem zunächst eine Projektskizze im Umfang von bis zu 15 Seiten eingereicht wird.

Nach positiver Bewertung wird der Gesamtantrag eingereicht.

Der nächste Termin zur Vorlage von Projektskizzen ist der 15.01.2020.

 Projektskizzen können ab sofort erstellt und eingereicht werden.

 

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