Neue Förderung für KI-Projekte in KMU (KI4KMU)

Förderung von Projekten der Künstlichen Intelligenz in KMU
Fördermittel-News - 18.3.2020

Dieser neue Fördertopf unterstützt vor allem kleinere und mittlere Unternehmen bei der Erforschung, Entwicklung und Nutzung von Methoden der Künstlichen Intelligenz.

Auch im Mittelstand ist die Digitalisierung ein zunehmend wichtiges Thema, das kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor große Herausforderungen stellt. Die Künstliche Intelligenz und das Maschinelle Lernen sind entscheidende Kernkomponenten zur Realisierung neuer datengetriebener Anwendungen.

Nutzen Sie die Möglichkeiten dieser neuen Förderinitiative, um gezielt entsprechendes Know-how in Ihrem Unternehmen aufzubauen und die KI-Kompetenz Ihrer Mitarbeiter zu stärken.

 

Was wird gefördert?

Gefördert werden risikoreiche, vorwettbewerbliche, industrielle und KMU-getriebene FuE-Vorhaben im Bereich der KI, die von einem oder mehreren KMU mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ausgeführt werden. Im Fokus steht die Umsetzung aktueller KI-Forschungsergebnisse in softwaregetriebene prototypische Lösungen, die sich primär auf Produktions- und Distributions­prozesse oder innovative Dienstleistungen beziehen. Es können keine Projekte gefördert werden, die den Einsatz von KI in der Medizin, für HR-Anwendungen, Marketing oder Kundenbetreuung, IT-Sicherheit, Predictive Maintenance oder in robotischen Systemen für die Pflege zum Ziel haben, da es hierfür andere Ausschreibungen gibt.

Das Themenspektrum umfasst beispielsweise:

  • Automatisierte Informationsaufbereitung
  • Digitale Assistenten: z. B. für Personen in gefährlichen bzw. belastenden Umgebungen, für den sozialen Bereich (u. a. eingeschränkte bzw. ältere Menschen, selbstbestimmtes Leben, Menschen in Belastungssituationen)
  • Computer Vision/Bildverstehen
  • Sprach- und Textverstehen: domänenspezifische Inhalte, zielgruppenspezifische Inhalte (z. B. Alter, Dialekt, Nicht-Muttersprachler), privacy-by-design-Ansätze bei solchen Systemen
  • Datengetriebene Systeme und Datenengineering
  • Grundfragen zu intelligenten Systemen: z. B. Nachvollziehbarkeit und Erklärbarkeit von Prozessen und Systemen zur automatisierten Entscheidungsunterstützung und -findung
  • Neue Ansätze zur Herstellung von Transparenz in KI-Systemen
  • Data Analytics oder Data Farming
  • Themen der Datendurchgängigkeit, -speicherung und -eignerschaft

Immer müssen dabei KMU-Spezifika angemessen berücksichtigt werden, um Lösungen breit verfügbar zu machen und Individuallösungen zu überwinden. Hierbei sind insbesondere KMU-spezifische
IT-Infrastrukturen zu beachten, die sich meistens durch weniger mächtige Software- und Datenbank­lösungen auszeichnen. Daher besteht Bedarf an geeigneten Schnittstellen zu diesen leichtgewichtigen Systemen. Außerdem müssen preisgünstige Lösungen für solche Technologien geschaffen werden, die bisher von KMU aus Kostengründen oftmals noch gar nicht eingesetzt werden.

 

Wer wird gefördert?

Gefördert werden folgende Institutionen mit Sitz, Niederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland:

  • KMU der gewerblichen Wirtschaft, d.h. insbesondere Unternehmen bis max. 250 Mitarbeiter
  • Weitere Verbundpartner (soweit sie in der Rolle als Technologielieferant oder Testanwender benötigt werden):
    • Großunternehmen
    • Hochschulen, universitäre wie auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
    • Verbände, Vereine und sonstige Organisationen mit FuE-Interesse
    • Start-Ups mit abgeschlossener Gründungsphase

 

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbare Anteilsfinanzierung gewährt.

Je nach Anwendungsnähe des Vorhabens können die zuwendungsfähigen und projektbezogenen Kosten von KMU bis zu 50 % anteilsfinanziert werden. Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die die KMU-Kriterien nicht erfüllen, ist eine Anteilsfinanzierung bis zu einer Höhe von maximal 35 % möglich.

Für junge Unternehmen (Start-Ups) aus dem KI-Bereich, deren Gründung zum Zeitpunkt des geplanten Projektbeginns weniger als drei Jahre zurückliegt, können zuwendungsfähige projektbezogene Kosten bis zu einem Höchstbetrag von maximal 100 000 € pro Jahr anteilig gefördert werden. Für diese Unternehmen im Einzelfall eine Anteilsfinanzierung von bis zu 75 % möglich.

Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, können im Rahmen ihrer nichtwirtschaftlichen Tätigkeit bis zu 100 % gefördert werden. Bei nichtwirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen und Universitätskliniken wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

 

Zum Ablauf - Zweistufiges Bewerbungsverfahren

Es handelt sich um ein zweistufiges Bewerbungsverfahren, bei dem zunächst eine Projektskizze im Umfang von max. 10 Seiten eingereicht wird.

Nach positiver Bewertung wird der Gesamtantrag eingereicht.

Die nächsten Termine zur Vorlage von Projektskizzen ist der 15.10.2020.

Projektskizzen können ab sofort erstellt und eingereicht werden.

 

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