Fördermittel im sechsten nationalen zivilen Luftfahrtforschungsprogramm

Förderung der zivilen Luftfahrtforschung durch das BMWi
Fördermittel-News - 4.12.2019

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat einen neuen Aufruf zur Förderung von Entwicklungsvorhaben im Bereich der zivilen Luftfahrtforschung veröffentlicht.

Im Rahmen von LuFo unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für die Verwendung in der zivilen Luftfahrt. Der erste Programmaufruf (LuFo VI-1) fokussiert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Entwicklung von (hybrid-)elektrischen Antriebssystemen in der Luftfahrt
  • Höherwertige Systemautomatisierung vom Single Pilot Cockpit bis hin zur unbemannten Luftfahrt und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und internationale Diversifizierung der Zulieferindustrie
  • Implementierung neuer Technologien im Bereich Industrie 4.0 und Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) und Stärkung von KMU in der Luftfahrtindustrie

Was wird gefördert?

Ziele im ersten Aufruf des sechsten Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo VI-1) sind:

  • Verbreiterung der industriellen Basis der gesamten Luftfahrtbranche zur Sicherung und Erweiterung der Wertschöpfung am Standort Deutschland
  • Entwicklung von (hybrid-)elektrischen Antriebssystemen als möglicher Wegbereiter für disruptive Flugzeugkonfigurationen mit geringstem ökologischem Fußabdruck
  • Etablierung der Luftfahrtbranche als Leitmarkt für Industrie 4.0/KI Anwendungen und Schaffung von Leitanbietern für vernetzte Produktionssysteme für Luftfahrtanwendungen
  • Innovative Wartungs- und Instandsetzungsprozesse für den gesamten Produktlebenszyklus von Luftfahrtsystemen. Unterstützung des Paradigmenwechsels von festen zu bedarfsorientierten Wartungsaktivitäten
  • Einbindung von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) und der automatisierten Verarbeitung großer Datenmengen (Big Data) in Luftfahrtanwendungen. Besondere Bedeutung hat hierbei der Aspekt der Nachvollziehbarkeit der mit diesen Methoden gewonnenen Ergebnisse (XAI: Explainable Artificial Intelligence) ohne den das Potenzial von KI-Systemen in sicherheitskritischen Anwendungen in der Luftfahrt nicht ausgeschöpft werden kann
  • Erhalt und Ausbau der Fähigkeit der deutschen Ausrüster- und Zulieferindustrie, um Luftfahrzeugsysteme und deren Komponenten in ihrem komplexen Zusammenwirken auf Gesamtluftfahrzeugebene bewerten und auslegen zu können (Gesamtsystembewertungsfähigkeit)
  • Verstärkte Erschließung des weltweiten Wachstumspotenzials der Luftfahrtbranche durch engere Zusammenarbeit in Forschungs- und Technologieverbünden mit europäischen und vor allem internationalen Partnern (Internationalisierung)
  • Weiterentwicklung und Validierung von innovativen Simulations- und Entwurfsverfahren für Luftfahrzeuge und die Erweiterung dieser Fähigkeiten auf die vollständige Kette intelligent vernetzter Entwicklungs-, Fertigungs- und Instandsetzungsverfahren (virtuelles Produkt) und virtuell gestützte Schulungs- und Ausbildungssysteme
  • Abdecken der gesamten Innovationskette von der grundlagenorientierten Forschung über den Schwerpunkt der industriellen, anwendungsorientierten Forschung bis hin zur technologischen Risikominimierung in anwendungsnahen Demonstrationsvorhaben
  • Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften im MINT-Bereich zur Sicherung des Wachstumspotenzials der gesamten Luftfahrtbranche
  • Steigerung der Akzeptanz der Luftfahrt in der Bevölkerung durch umweltfreundliche, lärmreduzierende, innovative Technologien

Die Programmlinien sind:

  • Ökoeffizientes Fliegen und disruptive Technologien
  • KMU
  • Technologie
  • Intelligente Prozesstechnologien für Entwicklung, Fertigung, Betrieb und Instandhaltung (Industrie 4.0/Künstliche Intelligenz)
  • (Hybrid-)elektrisches bemanntes Fliegen
  • Demonstration

Wer wird gefördert?

Es ist jede Einrichtung aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Schweiz und andere ausländische Einrichtungen mit Sitz oder Niederlassung im EWR und in der Schweiz antragsberechtigt.

Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, kann gegebenenfalls eine Förderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Die Vorhaben können von einem Antragsteller („Integralvorhaben“) oder im Verbund von mindestens zwei Verbundpartnern („Verbundvorhaben“) durchgeführt werden.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Personal-, Material-, Investitions- und Reisekosten sowie Kosten für Unteraufträge, die für Unternehmen mit bis zu 65 % gefördert werden.

Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden mit bis zu 100 % gefördert. Bei nicht wirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

Zum Ablauf - Zweistufiges Bewerbungsverfahren

Es handelt sich um ein zweistufiges Bewerbungsverfahren, bei dem zunächst eine Projektskizze im Umfang von 10 Seiten eingereicht wird.

Nach positiver Bewertung wird der Gesamtantrag eingereicht.

Der nächste Termin zur Vorlage von Projektskizzen ist der 28.02.2020 um 12:00.

Projektskizzen können ab sofort erstellt und eingereicht werden.

 

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