Förderung innovativer Kunststoffrecyclingtechnologien (KuRT)

Förderung innovativer Kunststoffrecyclingtechnologien (KuRT)
Fördermittel-News - 22.7.2020

Die Entwicklung intelligenter Recyclingkonzepte für Kunststoffe und deren Einbringung in die Kreislaufführung wird aktuell durch Fördermittel finanziell unterstützt.

Kunststoffe sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, stellen aber eine der größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit dar.

Beim Recycling von Kunststoffen wird nur ein geringer Teil tatsächlich im Kreislauf geführt, ein großer Teil gelangt in Form von Makro- und Mikroplastik in die Umwelt. Im Rahmen der Fördermaßnahme KuRT sollen neue Wege für eine verbesserte Kreislaufführung sowie die hochwertige Nutzung von Kunststoffen als Sekundärrohstoff entwickelt und großtechnisch umgesetzt werden.

 

Was wird gefördert?

Verbundvorhaben von Wirtschaft, Wissenschaft und Praxispartern zur Erforschung und Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Prozesse für einen Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft:

  • Weiterentwicklung innovativer marktfähiger Verfahren zum chemischen bzw. rohstofflichen Recycling zur Bereitstellung von Ausgangsstoffen für die Chemieindustrie
  • Weiterentwicklung von werkstofflichen und rohstofflichen Verfahren bezüglich Qualität und Reinheit der Rezyklate, Qualitätssicherung, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit der Verfahren
  • Innovative Sortierlösungen für Kunststoffabfälle und weitere Ansätze zur Erhöhung der Nutzungseffizienz, der Rezyklatqualitäten sowie der Rezyklateinsatzquoten (inkl. der dafür erforderlichen Produktionstechnologien)
  • Konzepte, Technologien und industrielle Demonstration für das gemeinsame Recycling von Kunststoffen und werthaltigen anorganischen Additiven
  • Neue Ansätze zur Förderung der Nachfrage nach bzw. des Einsatzes von Post-Consumer-Kunststoffrezyklaten
  • Design-for-Sustainability-Konzepte für Kunststoffprodukte in relevanten Anwendungsbereichen
  • Systematische Gesamtbetrachtung verschiedener innovativer Verwertungsoptionen für Kunststoffe und Entwicklung einer Roadmap für zukünftige Optionen
  • Fragen der Skalierbarkeit von Technologien und ihre Anbindung an andere Verfahren/Branchen, innovative Geschäftsmodelle und Nutzungskonzepte sowie Technologien zur Anknüpfung an weitere Branchen und Funktionssysteme
  • Erschließung der Möglichkeiten der Digitalisierung für das Kunststoffrecycling
  • Untersuchung der Hemmnisse oder Treiber beeinflussen für die Umsetzung der optimalen Verfahren und die Marktakzeptanz der Rezyklate
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der politischen Rahmenbedingungen und Abbau der Hemmnisse
  • Großtechnische Realisierung und Demonstration der entwickelten Konzepte

NICHT: Vorhaben mit einem Schwerpunkt auf Biokunststoffen bzw. biotechnologischen Methoden und Verfahren

 

Wer wird gefördert?

Gefördert werden relevante Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Einrichtungen der Kommunen und Länder
  • sowie Verbände
  • und weitere gesellschaftliche Organisationen (wie z. B. Stiftungen und Vereine)
  • Die Beteiligung von KMU ist ausdrücklich gewünscht

 

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Bemessungsgrundlage für Fördermittel an Unternehmen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Personal-, Material-, Investitions- und Reisekosten sowie Kosten für Unteraufträge. Diese werden mit einem Zuschuss bis max. 50 % gefördert.

Kosten von Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden mit bis zu 100 % gefördert. Bei nicht wirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

 

Zum Ablauf - Zweiphasige Förderung

Es handelt sich um ein zweiphasiges Förderprogramm bei dem die Umsetzungsphase auf der Konzeptphase aufbaut. Für die Konzeptphase können direkt Anträge im Umfang von max. 12 Seiten eingereicht werden. Auf Basis der entwickelten Konzepte der Konzeptphase erfolgt die wettbewerbliche Auswahl der Konzepte für die anschließende Umsetzung.

Anträge für die Konzeptphase müssen bis zum 30. Oktober 2020 eingereicht werden.

 

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