Fördermittel zur Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz (KI)

Fördermittel zur Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz
Fördermittel-News - 31.7.2020

In einer neuen Ausschreibung wird die anwendungsorientierte Erforschung und Realisierung von neuen Lösungen zur Erzeugung synthetischer Daten für Künstliche Intelligenz gefördert.

Grundvoraussetzung für die Realisierung innovativer KI-Anwendungen ist immer der Zugang zu einer hochwertigen, anwendungsspezifischen Datenbasis. Eine solche Datenbasis ist im Idealfall hinreichend groß und repräsentativ für die konkreten Anwendungsfälle. Außerdem muss sie selten auftretende Ereignisse in ausreichender Zahl enthalten und Fehlerquellen realer Eingabemodalitäten abdecken.

Reale Datenquellen erfüllen diese Anforderungen in der Regel nicht oder sind nicht hinreichend verallgemeinerbar.

Aus diesem Grund unterstützt das BMBF die anwendungsorientierte Erforschung und Realisierung von neuen Lösungen zur Erzeugung synthetischer und multimodaler Daten. Dies soll nicht nur die Spitzenposition Deutschlands im Bereich KI sichern, sondern auch den aktiven Wissenstransfer von Wissenschaft in die Industrie ermöglichen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden innovative und interdisziplinäre Verbundprojekte mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Im Rahmen der Projekte sollte die Realisierbarkeit des Projektansatzes in einer konkreten Anwendung demonstriert werden – das Vorhaben jedoch nicht ausschließlich durch eine industrielle Anwendung motiviert sein.

Es werden insbesondere Projekte mit den folgenden vier Schwerpunkten (ggf. in Kombination) erwartet:

  • Datensynthetisierung: Gefördert werden Projekte, in denen grundlegende Methoden der Mathematik und Physik in Simulationssysteme und -Modelle zur Erzeugung synthetischer Daten übertragen werden. Projekte können ebenfalls Aspekte der Software-Entwicklung adressieren, der Einsatz von HPC-Ressourcen ist jedoch ausdrücklich unerwünscht.
  • Statistische Methoden: Innovative Methoden und Technologien aus der Statistik und Stochastik, die eine qualitativ hochwertige, robuste und alltagstaugliche Datenanalyse erlauben und in entsprechende Simulationsmodelle integriert werden können.
  • Kenngrößen zur Messung von Eignung, Güte und Bias-Freiheit der Daten: Zur Bewertung Synthetischer Daten im Hinblick auf Eignung, Bias und Güte müssen neue Techniken erforscht werden, die über etablierte Kenngrößen hinausgehen.
  • Sichere Anonymisierung bestehender Datensätze: Die Identifikation natürlicher Personen, deren Informationen in Datensätzen enthalten sind, muss bei der Verwendung von Daten im Kontext von KI-Anwendungen unbedingt vermieden werden. Andererseits müssen jedoch für die Modellbildung relevante Eigenschaften im Datensatz verbleiben, um die Repräsentativität und Anwendbarkeit der Datenbasis nicht zu beschränken. Projekte sollen dafür neue Methoden und Werkzeuge entwickeln, die darüber hinaus auch das Maß der Sicherheit beschreibbar und messbar machen können.

Die Projekte können im Rahmen von vier untereinander kombinierbaren Projektformen realisiert werden. Die Maximalförderung sollte dabei 1,5 Mio. € pro Verbund nicht überschreiten:

  • Grundlagenprojekte, in denen völlig neue Herangehensweisen und Methoden adressiert werden und die von einem interdisziplinären Konsortium aus Partnern der Bereiche Physik, Mathematik und Informatik durchgeführt werden.
  • Methodenentwicklungsprojekte sind Projekte, die bereits existierende Methoden und Verfahren entscheiden verbessern und/oder erweitern.
  • Werkzeugentwicklungsprojekte, in denen intelligente Werkzeuge für die Datenerzeugung realisiert werden. Im Rahmen der Projekte sollten auch neue Kenngrößen adressiert werden, die die Güte und Repräsentativität der erzeugten Daten messbar machen.
  • Validierungsprojekte, in denen speziell Methoden und Werkzeuge zur Validierung der datenbasierten KI-Modelle adressiert werden, die sich als Benchmarking-Werkzeuge in unterschiedlichen Domänen einsetzen lassen.

 

Wer wird gefördert?

Gefördert werden folgende Institutionen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

 

Wie wird gefördert?

Die Fördermittel werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Bemessungsgrundlage für die Förderung von Unternehmen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Personal-, Material-, Investitions- und Reisekosten sowie Kosten für Unteraufträge. Diese werden mit einem Zuschuss bis max. 50 % gefördert.

Kosten von Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden mit bis zu 100 % gefördert. Bei nicht wirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

 

Zum Ablauf - Zweistufiges Bewerbungsverfahren

Es handelt sich um ein zweistufiges Bewerbungsverfahren, bei dem zunächst eine Projektskizze im Umfang von 10 Seiten eingereicht wird.

Nach positiver Bewertung wird der Gesamtantrag eingereicht.

Der nächste Termin zur Vorlage von Projektskizzen ist der 15.09 2020.

Projektskizzen können ab sofort erstellt und eingereicht werden.

 

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