Anwendungsorientierte Forschungen zu biobasierten Klebstoffen

Anwendungsorientierte Forschung zu biobasierten Klebstoffen
Fördermittel-News - 24.2.2020

Ein neuer Fördermittelaufruf soll zum Ersatz fossiler durch biogene Rohstoffe in allen Anwendungsbereichen von Klebstoffen beitragen.

Aktuell werden Klebstoffe noch überwiegend aus fossilen Rohstoffen hergesetllt. An diesem Punkt setzt der Aufruf zum Thema „Anwendungsorientierte Forschungen zu biobasierten Klebstoffen“ an.

Das BMEL fördert die Forschung und Entwicklung zu Klebstoffen auf Basis biogener Rohstoffe für traditionelle und neue Anwendungsbereiche sowie funktionelle Klebstoffe. Im Rahmen der „Politikstrategie Bioökonomie“ soll der Anteil von nachwachsenden und biogenen Rohstoffen als Alternative zu chemischen und technischen Produkten erhöht und eine nachhaltigere und stärker biobasierte Wirtschaft unterstützt werden.

 

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Erforschung und Entwicklung von biobasierten Klebstoffsystemen.

Dabei sollen nicht nur chemische und technisch erzeugte Rohstoffe durch biogene Rohstoffe ersetzt werden, sondern nach Möglichkeit auch bessere Eigenschaften und Funktionen erreicht werden. Sowohl Klebstoffsysteme und ihre Komponenten als auch Applikationsmethoden können neu entwickelt oder angepasst werden. Eine Einschränkung auf besondere Anwendungsgebiete (Materialien oder Einsatzbereiche) besteht nicht. Der grundsätzliche Nachweis der Funktionsfähigkeit der neuartigen Lösungen ist Voraussetzung für eine Förderung. Der Technologie-Reifegrad 3 (TRL 3) sollte erreicht sein.

Folgende Schwerpunkte werden besonders hervorgehoben:

  • Produktinnovationen zur Entwicklung neuer Klebstoffe und ihrer Komponenten aus nachwachsenden Rohstoffen für traditionelle und neue Anwendungsbereiche in der Industrie und im Konsumentenbereich.
  • Produktinnovationen zur Entwicklung funktioneller und multifunktioneller Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, die über das stoffschlüssige Fügen hinaus über zusätzliche elektrische, thermische, optische, mechanische oder andere Funktionen verfügen.
  • Produkt-und Prozessinnovationen zur Entwicklung funktioneller und multifunktioneller Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen auf Basis industriell, kommerziell verfügbarer biogener Rohstoffe bzw. biobasierter Vorprodukte.
  • Prozessinnovationen zur Anpassung industrieller Prozesse der Herstellung oder der Applikation sowie der Klebstofftechnologie an neue, biobasierte Klebstoffsysteme.

 

Wer wird gefördert?

Gefördert werden folgende Institutionen mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

 

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Personal-, Material-, Investitions- und Reisekosten sowie Kosten für Unteraufträge, die für Unternehmen mit bis zu 60 % gefördert werden.

Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden mit bis zu 100 % gefördert. Bei nicht wirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

 

Zum Ablauf - Zweistufiges Bewerbungsverfahren

Es handelt sich um ein zweistufiges Bewerbungsverfahren, bei dem zunächst eine Projektskizze eingereicht wird.

Nach positiver Bewertung wird der Gesamtantrag eingereicht.

Der nächste Termin zur Vorlage von Projektskizzen ist der 15.06.2020.

Projektskizzen können ab sofort erstellt und eingereicht werden.

 

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